Sechs Gründe für einen Architektenwettbewerb
Sie suchen die beste, nicht nur eine durchschnittliche Lösung für eine Planungs- oder Bauaufgabe. Die Teilnehmer an einem Architektenwettbewerb stehen in Konkurenz um die bestmögliche Qualität – und diese Qualität kommt ihrem Projekt zugute!
Sie wollen mehrere Lösungen zur Auswahl. Der Architektenwettbewerb garantiert eine Vielfalt an möglichen Lösungen – unter diesen Angeboten finden Sie eine unverwechselbare und spezifische Antwort auf ihre Bauaufgabe.
Sie fordern Sicherheit bei der Entscheidung. In einem anonym durchgeführten Verfahren trifft das Preisgericht seine Entscheidung nach objektiven Kriterien und nur an der Sache orientiert. Als Preisrichter sind Sie Mitglied des Preisgerichts und entscheiden mit.
Sie möchten kostengünstig bauen. Der Architektenwettbewerb optimiert das Verfahren. Nachweislich verringern sich die ursprünglich angenommenen Baukosten eines Projektes um bis zu sechs Prozent, wenn im Vorfeld ein Wettbewerb stattgefunden hat.
Sie erhoffen sich für Ihr Projekt ein positives Image in der Öffentlichkeit. Architektenwettbewerbe ziehen das Interesse der Öffentlichkeit auf sich. Die Ausstellung der Ergebnisse und die Medienberichterstattung sind die beste Werbung für Ihr Projekt.
Sie wollen keine Zeit verlieren. Durch die frühzeitige Einbindung der kommunalen Entscheidungsträger und der Genehmigungsbehörden sowie die Öffentlichkeitswirksamkeit des Verfahrens gestaltet sich die nachfolgende Planung zügiger und ist mit einer positiv entschiedenen Bauvoranfrage vergleichbar.
Fakten
Verfahren
- Offener Wettbewerb
- Offener Wettbewerb in zwei Bearbeitungsphasen
- Begrenzt offener Wettbwerb (in der Regel 25 Teilnehmer)
- Einladungswettbewerb (3 bis 7 Teilnehmer)
Beteiligte
Regeln
- Architektenwettbewerbe finden nach einheitlichen und verbindlichen Regeln statt:
den Grundsätzen und Richtlinien für Wettbewerbe auf den Gebieten der Raumplanung, des Städtebaus und des Bauwesens – GRW 1995.
- Für den öffentlichen Auftraggeber sind Architektenwettbewerbe bewährte und sichere Verfahren im geltenden Vergaberecht für öffentliche Planungsaufträge. Sowohl die europäische Dienstleistungsrichtlinie als auch die Verdingungsordnung für freiberufliche Leistungen (VOF) räumen dem Planungswettbewerb eine wesentliche Bedeutung bei der Vergabe von Planungsaufgaben ein.
Ablaufschema
- Bauidee, Aufgabe, Problem
- übergeordnete Zielstellung
- Rahmenbedingungen (allgemein)
- Baurecht / Bauplanungsrecht
- Wettbewerbsvorbereitung
- Einschaltung eines Büros zur Vorbereitung des Wettbewerbs
- Verfahrensart / Wettbewerbsart
- Erarbeitung der Aufgabenstellung (allgemeine Bedingungen, Rahmenbedingungen, Raumprogramm)
- Abstimmung der Aufgabenstellung mit den Verfahrensbeteiligten
- Abstimmung mit dem Wettbewerbsausschuss der Architektenkammer
- Bestellung des Preisgerichts
- Bearbeitung durch die Teilnehmer
- Arbeit an der Wettbewerbsaufgabe
- Rückfragen / Kolloquium
- Information
- Vorprüfung
- Formale Prüfung
- qualitative und quantitative Vorprüfung
- Vorprüfbericht
- Vorbereitung Preisgerichtssitzung
- Preisgerichtssitzung
- Beurteilung der Arbeiten
- Herstellung einer Rang- und Reihenfolge
- Zuerkennung von Preisen und Ankäufen
- Empfehlung an den Auslober
- Ausstellung/ Preisverleihung
- Ausstellung der eingereichten Arbeiten
- Beauftragung/ Realisierung
- In der Regel wird einer der Preisträger mindestens mit den
LPH 2-5 der HOAI beauftragt
- Die Preissumme wird auf das Gesamthonorar angerechnet
- Wettbewerbe sparen nachweislich bis zu 6% der Baukosten
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Beispiele

Bundesarbeitsgericht Erfurt
Bauherr: Bundesrepublik Deutschland
Architekt: G.Weinmüller und M.Großmann, Berlin
1995, Offener Wettbewerb, ca. 180 Teilnehmer, Summe: ca. 50.000 EUR, Bauzeit: Sep. 1996 – Sep. 1999, Baukosten: 54,80 Mio. EUR

ADVA Meiningen
Bauherr: ADVA AG optical Network
Architekt: Kaufmann, Teilig & Partner, Stuttgart
1998, Einladungswettbewerb, 7 Teilnehmer, Summe: ca. 28.000 EUR, Bauzeit: März 2000 – Dez. 2000, Baukosten: 6,52 Mio. EUR

Wohnbebauung Leinefelde
Bauherr: WVL Wohnungs- und Verwaltungs GmbH
Architekt: ARGE: P.A.L.O.M.A., Weimar
1999, Einladungswettbewerb, 11 Teilnehmer, Summe: ca. 11.000 EUR, Bauzeit: Nov. 2000 – Feb. 2002, Baukosten: ca. 4,10 Mio. EUR

Stadtplätze Bad Langensalza
Bauherr: Stadt Bad Langensalza
Architekt: Planungsgem. Landschaft+Freiraum, Kassel
1997, Einladungswettbewerb, 8 Teilnehmer, Summe: ca. 15.000 EUR, Bauzeit: 1998 – 2002, Baukosten: 2,30 Mio. EUR

Schwanseebad Weimar
Bauherr: Stadt Weimar
Architekt: multiplan weimar gmbh
1999, Begrenzt offener Wettbewerb, 25 Teilnehmer: 25, Summe: ca. 77.000 EUR, Bauzeit: Okt. 1999 – Mai 2001, Baukosten: 7,67 Mio. EUR

Badehaus Nordhausen
Bauherr: Badehaus Nordhausen
Architekt: Dr. Krieger Architekten+Ingenieure, Velbert
1995, Offener Wettbewerb, 48 Teilnehmer, Summe: ca. 25.500 EUR, Bauzeit: Okt. 1999 – Feb. 2001, Baukosten: 9,30 Mio. EUR

Fachhochschule Schmalkalden
Bauherr: Freistaat Thüringen
Architekt: KBK Architekten, Stuttgart
1995, Begrenzt offener Wettbewerb, ca. 30 Teilnehmer, Summe: ca. 25.000 EUR, Bauzeit: Mai 1998 – Okt. 2000, Baukosten: 64,70 Mio. EUR
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